„Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt“ heißt es im Talmud. Seit 2005 organisiert das EDITH STEIN HAUS in Kooperation mit dem Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin und der World Union of Jewish Students in Jerusalem ein Projekt des deutsch-polnisch-israelischen Jugendaustausches, welches sich mit dem Phänomen der „Gerechten unter den Völkern“ auseinandersetzt.
Mit dem Titel und der Medaille der „Gerechten“ werden Menschen nicht jüdischer Herkunft geehrt, die während der Shoa Juden vor dem Genozid gerettet haben. Dieses Projekt begann 2005 mit einer trilateralen Begegnung in Berlin und Wrocław, deren Teilnehmer Zeitzeugengespräche führten, historische Orte besuchten und als Endergebnis ein Werkstattkonzept erarbeiteten. Somit entstand ein Leitfaden für die spätere Durchführung erfolgreicher Workshops für Schüler zum Thema „Gerechte unter den Völkern“. Parallel dazu, in einem unabhängigen Projekt, entstand ein Film über in Wrocław lebende Zeitzeugen. Ein besonderer Höhepunkt war die Prämierung des Projektes innerhalb des Wettbewerbes „Frieden für Europa – Europa für den Frieden“ des Fonds „Erinnerung und Zukunft“ 2006. Aufgrund des nach wie vor großen Interesses an dem Thema fand im Jahr 2006 ein weiteres Projekt zu „Gerechte unter den Völkern“ statt. Dies bestand aus zwei Begegnungen – in Israel und in Deutschland/Polen. Als feierlicher Abschluß des Projektes wurden in der Synagoge die Ergebnisse präsentiert – ein Radiofeature, eine Fotoausstellung und ein Theaterspiel. Nun planen wir die Fortsetzung für 2007, deren Teilnehmer sich mit dem Leben der „Gerechten“ Jarosława Wołosiańska auseinandersetzen und es dokumentieren sollen.